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| Rock Hard
- Ausgabe 220 (09/2005) | verfasst von: Robert Pöpperl-Berenda | 9.5 von 10 Punkten |
Die Black-Metal-Newcomer des vorigen Jahres haben sich noch mal gewaltig
gesteigert und mit "Damokles" das erste deutsche Black-Metal-Album
abgeliefert, das international ein Klassiker werden könnte! Natürlich
gilt für die Magdeburger noch immer die Emperor-Marschroute, aber ein
paar Abzweigungen in Richtung Opeth und Solefald machen das Album zu
einem einzigartigen Hörgenuss. Hoffentlich wird die Platte nicht als
gefährliches Suchtmittel eingestuft und verboten.
Jeder einzelne der
acht Songs ist eine in sich geschlossene musikalische Wunderwelt, die
erst entdeckt werden will. "Damokles" wird deshalb sicher noch ein paar
Monate meinen Player bewohnen. Trotz aller instrumentaler Superlative
und progressiver Heldentaten bleibt die schwarzmetallische Intensität
über die gesamte Spielzeit erhalten. Manche brachiale Böllerband sollte
sich von den gehässigen Eruptionen von HIDDEN IN THE FOG eine gehörige
Scheibe abschneiden. Was von einigen Bands Anfang der Neunziger als
hehres Ziel formuliert wurde, findet nun anno 2005 mit "Damokles" seine
Verwirklichung: "Supreme Black Metal Art".
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| Metal HAMMER
- Ausgabe 09/2005 | verfasst von: Melanie Aschenbrenner | 6 von 7 Punkten |
Sie habens's gerne etwas komplizierter, die vier Magdeburger: Was die Herren Ghâsh (Gitarre, Gesang),
Gorbag (Gitarre), Draug (Bass) und Schlagzeuger Botis hier loslassen, verdankt dem Prog Rock mindestens genau so viel
wie dem Black- und Death Metal und schreckt vor kühnen Entwürfen nicht zurück. Alles ist einen Tick größer,
erhabener, vorwitziger und zelebraler als bei der nurmehr dahinprügelnden Feld-, Wald- und Wiesenkonkurrenz. Kann
gut sein, dass das Vermächtnis von Emperor damit endlich in fähige Hände gelangt ist. Abgezeichnet hatte sich
das bereits auf ABSTRACT MAELSTROM PARAGON, dem vor zwei Jahren in Eigenregie veröffentlichten Vorgänger,
aber mit DAMOKLES ist das Können (und Selbstvertrauen) dieser Band scheinbar exponentiell gewachsen: Das
Album wimmelt nur so vor komplexen Arrangements auf der Basis klassischer Kompositionsprinzipien wie
Kontrapunkt und Ostinato, harmonischen Schichten, rhythmischer Experimentierfreude und einer Vielzahl von
stimmen. Die Klippen, auf denen solche Kniffe zu eitlem Gewichse werden, haben HIDDEN IN THE FOG während der
dreimonatigen Arbeiten am Album ziemlich souverän umschifft. Dass sie dabei Blut geschwitzt haben, hört man
jedoch auch. Hut ab!
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| LEGACY
- Aug. 2005 | verfasst von: Henri Kramer | 13 von 15 Punkten |
"Damokles", da gab es doch mal was? Genau, Damokles war ein Günstling des Königs Dionysios von Syrakus. Und dieser Tyrann war
reich und mächtig. Laut Sage neidete ihm Damokles dieses Leben und gierte nach dem Thron. Deshalb lud Dionysios den Damokles zu
einem gewaltigen Festmahl ein und bot ihm an, auf seinem Thron sitzen zu dürfen - über dem ein großes Schwert hing, das nur von einem
Rosshaar gehalten wurde. Als Damokles nach der Sinnigkeit des Schwertes über dem Thron fragte, erklärte ihm Dionysos,
dass das Schwert die Gefahren versinnbildliche, denen ein König durch Neider und Feinde immer ausgesetzt ist: Trotz Reichtum
und Erfolg droht stets der Verlust des Lebens - das Sinnbild des Damokles-Schwerts... Den Namen von "Damokles" haben nun HIDDEN
IN THE FOG für ihr zweites offizielles Album verwendet. Die Magdeburger finden auf dieser CD passend zu der bekannten Sage eine
perfekt-symphonische Black Metal-Symbiose aus reicher Opulenz und aufziehender Finsternis - ein Album, das in seiner Größe durchaus an Großtaten von visionären Virtuosen der Marke BORKNAGAR, EMPEROR und ARCTURUS heranreicht.
Dass die Jungs keine halben Sachen machen wollen und Großes vorhaben, lässt sich schon an den Songlängen ablesen. Kein Stück ist kürzer als fünf Minuten, die meisten pendeln um die acht Minuten herum. Schon der fantastische Opener 'The Ignoramus' Elegy' macht klar, wo HIDDEN IN THE FOG hinwollen - aggressive Stellen mischen sich darin mit langsam-getragenen Parts; von abgedrehten Keyboards ist es durchzogen, in welches wunderschöne Gitarrenharmonien einstimmen; mit klagenden Gesängen à la ARCTURUS wird der Song vermischt, aber auch durch raues Keifen untermalt. Als mögliches Vergleichswerk lässt sich hier zum Beispiel EMPERORs 'Prometheus' anführen, ähnlich vielschichtig spielen nämlich auch HIDDEN IN THE FOG mit den Gefühlen ihrer Hörer. Und obwohl die Stücke allesamt ohne Refrain auskommen, funktionieren sie trotzdem, ihr Klangreichtum braucht keine eingefahrenen kompositorischen Trampelpfade... 62 Minuten lang dauert dieser traumwandlerische Tanz zwischen kalter Härte, warmen Midtempo-Melodien und ganz ruhigen Akustikpassagen, alles greift wie von selbst ineinander über, lässt die Ohren nie zur Ruhe kommen, die ständig neue
liebevolle Details im klaren und druckvollen Sound der virtuosen Sachsen-Anhaltiner entdecken. Denn selbst kurze Death Metal-Parts
finden ihren Weg in die CD-Rillen von "Damokles", ebenso gibt es Anleihen in die Klassik und in Viking Metal-Gefilde, dazu sind einzelne
elektronische Sprechereien zu hören. Einzelne Songs dabei exakt herauszupicken gleicht lästerlicher Blasphemie, diese Platte funktioniert
als einheitliches Gesamtkunstwerk aus dem kreativen Hirn von vier begnadeten Musikern, angeführt von dem farbigen Gitarrist und Sänger
Ghâsh.
So bleibt nur eine Schlussbetrachtung: Hier hat sich nach ihrem ebenfalls famosen, aber etwas kurzen Debüt "Abstract Maelstrom Paragon"
eine Band entwickelt, die den gesamten deutschen Black Metal-Untergrund alt aussehen lässt. Für ihren weiteren Weg müssen
HIDDEN IN THE FOG nur noch das "künstlerische" Damoklesschwert der Langeweile fürchten, das schon so manche Musiker
zur kreativen Untätigkeit namens Ideenarmut zwang... Doch vorerst sind sie mit "Damokles" erst einmal dabei, Legenden
wie EMPEROR zu beerben... Respekt - und viel Glück für die Zukunft!
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| HEAVY! Mag
- Aug. 2005 | verfasst von: Hage | 10 von 12 Punkten |
Vergesst alle gespeicherten Daten, die besagen, daß NECROPHAGIST die
verfrickelste deutsche Extrem-Combo ist. Die Magdeburger HIDDEN IN THE FOG,
die schon letztes Jahr mit ihrer formidablen 'Abstract Maelstrom
Paragon'-Demo-CD begeistern konnten, haben mit ihrem Album-Einstand
'Damokles' eindeutig diesen Titel erobert. Saumäßig komplexer Extrem-Prog,
basierend auf einem symphonischen Black-Metal-Fundament, mit Versatzstücken
von EMPEROR, OPETH, CYNIC, WATCHTOWER, ARCTURUS, SOLEFALD und THEORY IN
PRACTICE wird hier dargeboten, daß es eine dunkle Freude ist! Einfach
unfassbar, welch jazzige, verspielte und wahnwitzige Breakdichte
vorherrscht, die trotz aller Vertracktheit und der Tatsache, daß man wohl
auch nach dem zwanzigsten Durchlauf noch nicht alles erfasst hat, stets
darum bemüht ist, den Hörer mit eingängigeren Passagen bei Laune zu halten.
Großes Tennis!!!
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| Metal Invader (Griechenland)
- Sep. 2005 | verfasst von: Stefanos Zachariadis | 5.5 von 6 Punkten |
HIDDEN IN THE FOG are back and they kick major ass. Again. The progressive (or is it post?) black metallers return with “Damokles”, their second album, after the very positively received (and not only by this reviewer) debut, “Abstract Maelstrom Paragon”, which was self financed. “Damokles” is out on Twilight, and given the quality of their debut, it’s not surprising that HIDDEN IN THE FOG managed to find a label.
“Damokles” may not be as great a name as “Abstract Maelstrom Paragon”, but it is one hell of a record. Fusing influences from as far ENSLAVED, LIMBONIC ART and VINTERSORG, to SLAYER, SOLEFALD, early ULVER and SUMMONING, HIDDEN IN THE FOG show fantastic musicianship and imagination in presenting us an 8 track, over 60 minute (which is long, for black metal standards) record, where no minute is wasted, no track is a filler, nothing is meaningless. The band claim that their compositions are influenced by Bach. Yeah right, I hear you say. But it’s so very true – the classical music influences are rampant. But that’s not to say that HIDDEN IN THE FOG are a romantic/melodic black metal band in the vein of our favourite sellouts, CRADLE OF FILTH. The classical music influences are shown in the song structures and in the lead guitar melodies! You have to hear it to believe it. Each song features multiple different melodies, all fused into the same track, with HIDDEN IN THE FOG masterfully leading the listener from one to the next. Kind of what APHEX TWIN and the rest of the Warp Records artists do for electronic music.
Are you interested? You’d better be. Multiple layers of vocals (most are growling, but the clean ones (which are male) are very very well done), some synths, ferocious drumming and guitar work, and very intelligent compositions make for one hell of a soundscape. Experimental, progressive, classical, aggressive, beautiful.
Just how do these Germans manage to breathe so much life in such a stagnant musical field? Buy. Now. HIDDEN IN THE FOG are the new EMPEROR. We follow our new black wizards. One of the best albums of the year, and an surprising improvement from “Abstract Maelstrom Paragon”, which is an achievement in itself.
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| Powermetal.de
- Aug. 2005 | verfasst von: Rüdiger Stehle |
Die deutsche Band HIDDEN IN THE FOG nimmt in vielerlei Hinsicht eine Sonderstellung in der heimischen Schwarzmetallszene ein, da sie zum einen so weit von den Klischees und Imagegeschichten der Szene weg ist, wie man nur sein kann. Zum anderen schert sich das Quartett auch nicht im Geringsten um die musikalischen Konventionen eines sich gerne selbst zu sehr limitierenden Genres und erreicht so einen künstlerischen Anspruch, der auch Beobachtern von außerhalb der Black-Metal-Welt Anerkennung abringen dürfte.
Ohne die eigenen Wurzeln zu verleugnen, die ganz offensichtlich im Black Metal liegen, gelingt es der Band, ein facettenreiches Gesamtkunstwerk zu erschaffen, das sich keineswegs scheut, klassisch-symphonische, avantgardistische oder gar jazzige Elemente zu integrieren, ohne den stilistischen Spagat zu überdehnen. Hier wirkt das Album trotz all des Variantenreichtums wie eine Einheit aus einem Guss, die dank des enorm hohen technischen und kompositorischen Niveaus niemals Langeweile aufkommen lässt. Obwohl die Stücke allesamt mit Überlänge glänzen und das Gesamtwerk so auf über eine Stunde Spielzeit hochschrauben, kommt es auf "Damokles" kaum zu Wiederholungen, geschweige denn zu perseverativen Momenten. Immer lassen sich neue Details erkennen, welche sorgfältig in ausufernde Kompositionen eingebettet sind, deren Opulenz häufig an die großen norwegischen Avantgardisten EMPEROR und ARCTURUS erinnert. So sind dann von Sänger Ghâsh auch garstiges Keifen und wehmütig klagender Klargesang zu vernehmen. Grob gesagt, reicht sein Spektrum von Ihsahn bis Vortex und darüber hinaus. Orchestrale Arrangements sind wie selbstverständlich in die Musik integriert und die Gitarrenmelodien sind sehr tiefgründig und durchaus eigenständig, auch wenn sich hier und da, wie etwa beim sehr starken Opener 'The Ignoramus' Elegy', spürbare EMPEROR-Referenzen nicht verleugnen lassen.
Auch innerhalb eines Stückes verzichten die im Nebel Verborgenen auf vorhersehbare Momente, arbeiten mit vertrackten Beats, zahlreichen Tempo-, Rhythmus- und Stimmungswechseln, so dass sich gepflegte Raserei nicht selten von sehr entspannten Passagen ablösen lässt, um sodann von kurzen Blast-Einschüben in einen Epikteil im Stile von BORKNAGAR geleitet zu werden. Sogar vor beinahe balladesken Momenten wie in 'And Harvest Has Come' schrecken die Mannen nicht zurück, was ich sehr gut finde. Wer die Simplizität des traditionellen Black Metals schätzt, der wird sich an Stücken wie dem unglaublich verschachtelten Riffmonster 'Miasmic Foreboding' definitiv die Zähne ausbeißen und auch Botis' unglaubliche Trommelei und die sphärischen Intermezzi zu 'The Soul-Mirror Apparition' dürften den einen oder anderen Freund straighter Aggression zur Verzweiflung bringen. Egal ob wir es mit den Wechseln zwischen hackender Brachialität, neoklassischen Referenzen und verspielter Epik zu tun haben, wie sie 'A Desolate Spectaculum' verkörpert, oder mit dem verhältnismäßig direkten 'Dwelling & Growing' - HIDDEN IN THE FOG zelebrieren ihre Stücke immer auf einem technisch wahnsinnig hohen Niveau, von dem das Gros der Szene nur träumen kann, oder vielleicht gar nicht mal träumen will.
Im Endeffekt ist "Damokles" ein Werk, das eine komplett andere Philosophie verkörpert als sie manche selbsternannten Szenewächter proklamieren, aber dennoch sehr authentisch und vielleicht noch ein wenig unkommerzieller rüberkommt als so manches Werk der Scheuklappenfraktion. Für diejenigen unter uns, die ihr Schwarzmetall stets einfach und primitiv mögen, gibt es wahrlich genug Kapellen, während die Anhänger der progressiv-technischen Avantgarde des Genres seit dem Dahinscheiden von EMPEROR doch teilweise unter massiven Entzugserscheinungen litten. Diese lassen sich nun perfekt mit dem neuen Album von HIDDEN IN THE FOG bekämpfen, wobei aber jedem klar sein sollte, dass diese Scheibe schwer zugänglich ist und viel Zeit braucht, um ihre ganze Kraft entfalten zu können. Doch der Mut und die Geduld werden belohnt, wenn ihr euch das bisher wohl anspruchsvollste Black-Metal-Werk des Jahres erst mal vollends erschlossen habt.
Anspieltipps: The Ignoramus' Elegy, And Harvest Has Come, Miasmic Foreboding
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| Myrrthronth
- Sep. 2005 | verfasst von: sic | 10 von 10 Punkten |
Der Storch brät bereits, Elchspeichel klebt mir auch im Gesicht und mein Hintern schmerzt nach altbekanntem Pferdetritt... War "Abstract Maelstrom Paragon" noch die exzessive (wesentlich BM-untauglichere) Auslebung sämtlicher Emperor'schen Influenzen, die eine strikte musikalische Abgrenzung von der (truen) Schwarzwurzel-Masche eindeutig klarstellte, ist "Damokles" nun das, was all jene, die diese Ausnahmeband beherzt verfolgten, aufsaugen werden wie Junkies Kokain. Der seit jeher angestrebte Perfektionismus wird diesseits perfektioniert, womit Hidden In The Fog absolute Narrenfreiheit zugeschrieben werden könnte. Nicht nur haben sie sich aus dem Dunstkreis ihrer obig erwähnten "Paten" endgültig freigespielt, viel mehr gelang es, alte Trademarks verquickt mit musikalischem Liberalismus optimal verschmelzen zu lassen.
So fällt in erster Linie, natürlich, die glasklare Produktion auf. Vielerorts verschmäht, kann man im Falle "Damokles" wahrlich glücklich über solch differenzierbare Vielschichtigkeit sein, denn ohne einen derart reinen Klang wäre sämtliche Mühe der Musikanten für die Katz'. Das kompositorische Spektrum wörtlich einzurahmen, mag kein Leichtes sein, kann es aber, denn ich meine wiederum, dass man hier mit Zeh' und Zipfel im Progressive (Extreme) Metal agiert. Zugrunde liegt dem die rege Begeisterung sämtlicher Band-Mitglieder für Klassische Musik, sei's nun Bach, Prokofjew oder Dvorák. Abermals sieht man sich als Hörer einer Art schwarzmetallischen Symphonie entgegengestellt, die nicht nur gehörige Aufmerksamkeit, sondern auch musikalisches Verständnis abverlangt. Doch selbst die Moderne hielt verschleierten Einzug, erinnern doch manche Passagen, wie ich finde, strukturell an Opeth, was nicht nur an den vielerorts vorzufindenden ruhigen Passagen liegt. Womit der klare Gesang von Gâsh ins Spiel kommt, welcher auf diesem Konzeptalbum wahrlich Akzente setzt. Weich, aber prägend und ohne schmieriges Pathos oder aufgesetztes Wehleiden platziert der Klampfenmensch seine Stimme exakt dort, wo niemand damit rechnet, selbige jedoch am wirkungsvollsten ist.
Instrumental vollziehen sich ebenfalls Wunderdinge en masse. So sind Riffwechsel und Breaks derart komplex, dass ein Verlorengehen des bekanntlich roten Fadens beinahe greifbar ist. Doch Chaos lassen die 4 Burschen erst gar nicht Fuß fassen. In jedweder Situation durchbricht ein Schwall an Ruhe, Rasanz oder Epik die grundlegende Variationssucht. Mit kurzen Soli oder aber beinahe ursprünglichem Gesäge wird kurzweilige Ernüchterung verschafft; die virtuosen, mannigfaltigen Taktvorgaben seitens Drummer Botis tun ihr Übriges und können so manchem Pseudo-Experten die Hosen ausziehen. Zwar wurde dem Viersaiter lediglich mittels der tollen, von herrlichen Akustik-Gitarren durchzogenen Ruhephasen genügend Entfaltungsquantum geboten, doch Kritik will hier kaum sitzen, denn nach dem hundertsten Durchlauf wird irgendwann sicher auch der Bass identifizierbarer sein. Selbst die Tasten-Synthetik erlebt glanzvolles Arrangieren. Selten nachdrücklich definierend als wirklich grundlegend gesellt sie sich genau im richtigen Moment hinzu, um die Album-/thematisch-interne Dramatik expressionistisch zu beflügeln. Neben gelobtem Klargesang lyrisiert das gedrückte Krächzen von Gorbag jegliches Schema und lässt sogar Platz für verfremdete oder gesprochene Einschübe. Denn selbst textlich reizt man weder mit Plattheiten noch geizt man mit Tiefgründigkeit.
So kann diese individuelle "Damokles"-Geschichte, mit all seinen Metaphorismen und emotionalen Berg- und Talfahrten nicht nur musikalisch ergreifen. Den Experimentiergelüsten ist man vorerst entwachsen, denn dieses Quartett hat seinen (vorläufigen) Weg gefunden und sei's nur für's folgende Jahr. Abseits anbiedernder Chartstauglichkeit/Trueness machen Hidden In The Fog ihre Position als Freischwimmer-(BM)-Kombo mehr als deutlich und werden exakt das Milieu ansprechen, auf welches abgezielt wird. Hier legen instrumentale Vertracktheit und kompositorisches Können ihre Hände in ein Feuer an Originalität. Ich bin begeistert!
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| METALiUS.de
- Aug. 2005 | verfasst von: Katrin Kropf | 9.5 von 10 Punkten |
Emperor sind tot. Zugegeben ist das keine brandaktuelle News, doch Liebhaber dieser einmaligen Band anspruchsvolleren
Black Metals werden immer wieder mit Wehmut an die Musik von Ihsahn, Samoth und Trym zurückdenken. All jenen kann jedoch
wieder Hoffnung gegeben werden. Denn eine Band aus dem Raum Magdeburg, namentlich HIDDEN IN THE FOG, setzt die Erfolgsgeschichte der
Norweger fort ohne sie in bedingungslosem Fanatismus zu kopieren. Nun streift euer skeptisches Runzeln von der Stirn und
legt dieses Debüt mit dem klangvollen Namen „Damokles“ in den CD-Spieler.
Doch was man hier von HIDDEN IN THE FOG zu hören bekommt, ist weitaus mehr als Emperor in ihrer Spätphase, obwohl man diese Klasse auch einmal erst nachmachen muss. Was an die norwegischen Götter erinnert, ist die unglaubliche Intensität und Dramatik, rasante Trommelgewitter und teilweise die typisch sprunghaften, kreischenden Gitarrenläufe. In erster Linie sind HIDDEN IN THE FOG also auch eine Black Metal-Band, was nicht zuletzt auch dem vorherrschenden Gekeife zu verdanken ist, doch ihr Ideenreichtum macht sie zu etwas ganz Besonderem. So nehmen beispielsweise die orchestralen Elemente in der fortlaufenden Bandgeschichte stetig einen größeren Anteil ein. Und nicht nur die orchestralen Arrangements sprechen von einer Vorliebe zu klassischer Musik: Auch die Gitarren und Vocals, oft gern mehrfach übereinander gestapelt, wandern neben den steinigen, besonders harten Pfaden auch auf Wegen barocker Baukunst und romantischer Sehnsucht. Vor allem das vokale Spektrum ist durch Mehrstimmigkeiten, wunderschöne Harmonien und den überwiegend neu hinzugekommenen, auch sehr schön passenden, elegischen Klargesang und Sprechpassagen seit der
2003er EP „Abstract Maelstrom Paragon“ gewachsen. Stellenweise klingt Hauptsänger Ghâsh sogar mal wie Vurtox von Disillusion,
aber das kann auch an meinem exzessiven Disillusion-Überkonsum liegen, haha… Hinzu kommen auf „Damokles“ nun wunderbare Akustikpassagen mit
Querflöte, Streicher-Parts und Akustikgitarre. Abgeschmeckt wird es hier und da sogar mal mit jazzigen Passagen, die phasenweise den Rhythmusbereich wunderbar auflockern und nicht, wie man vermeintlich denken könnte, das Ganze noch unnötig strapazieren. Anstrengend genug ist „Damokles“ jedenfalls auch so. Auch das Booklet sollte man am besten mit einem Wörterbuch studieren: metaphorisch, gänzlich klischeebefreit, sowie chronologisch und syntaktisch unabhängig stellen sich die Texte nur bedingt durchsichtig dar, schon beinahe elitär. Man stößt auf Wörter, von deren Existenz man selbst als geübter Novize der angelsächsischen Sprache bisher nicht zu träumen wagte. Aber wer blickte denn schon bei den Texten von Emperors „Prometheus“ vollends durch? Wenn in erster Linie die Musik stimmt, ist das auch in Ordnung, ein Hörgenuss sollte nicht in Stress ausarten, HIDDEN IN THE FOG haben da durch ihre Ruhepole gerade so noch einmal die Kurve gekriegt…
Dennoch ist das einzige was mich von der Höchstnote abhält die erschlagende Fülle dieses Debütalbums. Stellenweise
klingt der Erstling etwas überambitioniert und zu anstrengend, auch noch nach 20-maligem, aufmerksamem Hören. Wenn man diesen
Anspruch an sich selbst hegt: "Ok, doch ein wenig mehr greifbare Sachen..."
(ich erinnere hier nur an das grandiose „Mirages of Redemption“ von „Abstract Maelstrom Paragon“: anspruchsvoll und
eingängig zugleich) und es hätte hier zehn Zähler gehagelt. Aber immer mit der Ruhe, hier steht eine hervorragende Band gerade mal am Anfang ihrer Karriere…
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| The Metal Observer
- Sep. 2005 | verfasst von: Hawk | 9.5 von 10 Punkten |
Mein lieber Herr Gesangsverein, was die deutschen Black Metaller HIDDEN IN THE FOG auf ihrem ersten vollständigen Longplayer "Damokles" abfackeln, ist definitiv nicht von dieser Welt! Wären EMPEROR nicht schon länger Geschichte, müssten sie sich aufgrund dieser Feuerwalze ernsthafte Sorgen machen. Die Ostdeutschen frickeln zwar heftiger denn je ab, wissen aber auch mehr denn je zu begeistern.
Am anstrengendsten ist wohl der Opener "The Ignoramus Elegy"; hier jagen sich die Riffs und Tempowechsel im Sekundentakt. Kaum hat man sich an einen Part halbwegs gewöhnt, so folgt schon der Nächste, noch Bessere. Gegen diesen Song wirkt das Schaffen von Bands wie ATHEIST, oder uralte SIEGES EVEN fast schon wie Mainstream. Klingt aber verdammt gut, genauso wie auch die restlichen Stücke. Und trotz dem ganzen Gefriedel arbeitet die Band recht songdienlich; läßt auch mal diverse Parts länger im Raum stehen und baut öfters diverse Klar- und Sprechgesänge ein, was neben dem üblichen Kreischgesang verdammt gut kommt. Sicher, man braucht sehr viel Zeit, um sich die ganzen Details reinzusaugen, aber schon nach dem ersten Hördurchgang merkt man, daß hier eine Band mit großer Zukunft zugange ist.
Eine sehr intensive CD mit viel Tiefgang belohnt euren Kauf. Und für die äußerst druckvolle Produktion hat man sicher eine Stange Geld abdrücken müssen. Hier sind keine Hobbymusikanten, sondern total wahnsinnige Überzeugungstäter am Werk! Progressive Black/Death/Thrash-Maniacs wissen nun was zu tun ist.
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| Metalmessage
- Sep. 2005 | verfasst von: Markus Eck | 9 von 10 Punkten |
Auf ihrem zweiten offiziellen Studioalbum „Damokles“ vertiefen diese kompositorisch hochanspruchsvollen Avantgarde Black Metal-Protagonisten ihre weitläufigen Exkurse in fantastische Klangwelten. Tendierte schon das musikalisch enorm vielseitige 2004er Vorgängerwerk „Abstract Maelstrom Paragon“ in die aktuelle künstlerische Direktive, so setzen sich HIDDEN IN THE FOG mit dem aktuellen Aluteller wohl selbst die leuchtende Krone des instrumentell akribisch geordneten Wahnsinns auf. Während das Quartett in den schnellen und hektischen Passagen seiner nach allen Seiten ausufernden Darbietung Erinnerungen an späte Emperor erweckt und auch nicht davor zurückscheut, diverse Reminiszenzen an Opeth zu zelebrieren, durchziehen progressive Anklänge an avantgardistische Bands wie beispielsweise Arcturus oder auch Borknagar dieses enorm komplexe Riff-Spektakel namens „Damokles“ wie ein reißfester kreativer Leitfaden. Der vierte Track „A Desolate Spectaculum” verdeutlicht die mannigfaltigen Ambitionen der vier begnadeten Verursacher in geradezu sensationeller Manier: Theatralisch, dramatisch, hysterisch, wehmütig, aufgewühlt, sehnsüchtig – diese in allerhöchsten Graden faszinierende Symphonie der Verzweiflung, erfüllt von schier überschäumendem Schaffensdrang nach Genialität, scheint geradezu von sich selbst gefangen zu sein. Einen Großteil der alten Fans dürften HIDDEN IN THE FOG damit endgültig verloren haben - einen großen Anteil an neuen Anhängern werden sie aber auch sicherlich mit „Damokles“ dazu gewinnen. Eine der wenigen deutschen Bands, die Mut mit Können zu paaren imstande sind.
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| Ad Noctum
- Aug. 2005 | verfasst von: Christian Metzner | "HIGHLIGHT" |
Auf dieses Album habe ich mich auch sehr gefreut, hat mich "Abstract Maelstrom Paragon" (das vorige Highlight der Band) doch total in seinen Bann gezogen. Wenn ich HIDDEN IN THE FOG höre, wird mir wieder schmerzlich bewusst, wie sehr ich doch Emperor vermisse. Ich sage das hier, weil die deutschen Newcomer (die allerdings schon vor knapp 10 Jahren gegründet wurden - Newcomer bezieht sich auf die Tatsache, dass erst jetzt die Debütscheibe vorliegt) die einzige Band ist, der ich wirklich zutraue, dass sie mal in die Fussstapfen der übermächtigen Emperor treten kann. Das musikalische Know-how dazu haben sie unbestritten, es handelt sich hier um sehr gehievte und technisch versierte Musiker, die keine Scheu vor Experimenten haben und gerne auch mal neue Wege bestreiten. Heraus kommt dann ein so vielseitiges Album wie "Damokles", welches kaum abwechslungsreicher hätte sein können. Hier gibt es viele gut platzierte Blast-Attacken, die durch etliche Breaks dann wieder gebremst werden, aber generell ist das Tempo auf dieser Scheibe sehr hoch. Neben den Black Metal Vocals gibt es noch cleanen und teilweise sogar Sprechgesang, der aber auch optimal zu den Songs passt. Das Riffing ist geil, besonders auch weil die Melodie wirklich nie zu kurz kommt. Wer eine gehörige Portion moderner Black Metal Klänge braucht, für den stellt "Damokles" das Referenzwerk dar. Vielseitiger und anspruchsvoller kann ein derart extremes Werk nicht klingen, hier haben die Jungs wirklich ganze Arbeit abgeliefert. Einzelnen Songs zu nennen wäre den restlichen Songs gegenüber nicht fair, aber man sollte spätestens nach den ersten vier Songs voll und ganz überzeugt sein von der Qualität dieser Band, die sich auch im Studio richtig Mühe gegeben hat und einen tollen Sound gezimmert hat, der wunderbar zum Album passt. Ein geniales Werk!
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| Bright Eyes
- Sep. 2005 | verfasst von: Jochen Wolff | 12 von 13 Punkten |
HIDDEN IN THE FOG dürften sich musikalisch jetzt schon in die Herzen vieler Metalfans gespielt haben
und auf der Abschussliste der True Black Metal-Jünger befinden. Die knapp 63 Minuten andauernde Chaosfahrt
durch die Höhen und Tiefen der schwarzen Metal-Kunst ist mit wenigen Worten und in der Enge einer
Plattenkritik kaum zu beschreiben. Schon der Opener 'The Ignoramus Elegy' bietet von Hyperblastparts
bis zu kosmischem Frickel-Black à la Borknagar alles was so ein modernes Schwarzwurzel-Album braucht. Selbst rüde Old School-Passagen werden verbraten. Wo heute Dimmu Borgir als Imperial Metal bezeichnet werden, kommen auch HIDDEN IN THE FOG dieser Bezeichnung nahe, stürzen jedoch glücklicher Weise in die Chaosstrudel schwarzer Löcher ab. Eine beispiellose Reise in die Unendlichkeit. Stimmen growlen, flüstern, sprechen, schreien. Achterbahnfahrten im Dunkeln, durchzuckt von gleißendem Licht. Unbedingt antesten.
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| Metal.de
- Aug. 2005 | verfasst von: Proserpine | 9 von 10 Punkten |
Schon beim ersten Probehören fällt auf, dass HIDDEN IN THE FOG nicht auf halbe Sachen stehen, denn die Tracks sind im Durchschnitt so um die sieben Minuten lang, „For The Sightless To Behold“ sogar elf Minuten. Wer hier aber Füllmaterial ohne Ende erwartet, wird sein blaues Wunder erleben, denn die Jungs gestalten die einzelnen Songs sehr unterschiedlich und interessant. Das fängt natürlich bei der Musik an, die von rasendschnell bis elegisch schleppend alles bietet. Nicht zu vergessen die vielen Zwischenstufen, die das Material wieder sehr facettenreich machen. Aber auch der Gesang greift hier gekonnt ein, denn neben dem typischen Black-Metal-Gekeife gibt es auch cleaneren Gesang, der sich aber niemals Eunuchenhaft anhört. „By The Altar Of Reflection“ gibt es auch klassische Elemente zu hören, die die Stimmung sehr wehleidig und traurig werden lassen. Der mit Effekten versehene Gesang in diesem Stück gefällt mir allerdings weniger, aber zum Glück wird dieser nicht so präsent eingesetzt.
Man braucht schon so einige Durchläufe, bis man Zugang zu dem Material gefunden hat, denn es ist sehr komplex aufgebaut. Einfach nur so hingeklatscht ist hier nicht ein einziger Ton. Im Gegenteil, denn man hört bei der gesamten Spielzeit von stolzen 62 Minuten, dass hier alles an seinem Platz ist und sehr sorgfältig über jedes einzelne Detail entschieden wurde. Scheinbar nichts dem Zufall überlassen, aber dennoch genug Platz für eigene Gedanken und Emotionen, auf die HIDDEN IN THE FOG abzielen. Es ist sehr erfreulich zu hören, dass eine Band auf einem solch hohen technischen Niveau werkelt, ohne sich dabei in irgendwelchen nie endenen Frickeleien zu verballern. Die Kompositionen sind so komplex ausgefallen, dass man bei jedem Hören immer wieder etwas Neues entdeckt, so dass das Album mit jedem Mal noch besser gefällt. Haben mir die Burschen auf der „Demo 2001“ schon sehr gut gefallen, so muss man ihnen attestieren, dass sie sich über die Jahre hinweg noch weiter mausern konnten und nun auch für die Oberliga gewappnet sind. Liebhaber komplexer Black-Metal-Strukturen werden HIDDEN IN THE FOG genau so sehr mögen wie ich. Also ran an den Brocken!
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| MDD
- Sep. 2005 | verfasst von: Florian Fleißer |
Dieser Tage ist das offizielle zweite Album "Damokles" der Black Metal - Ausnahmeband HIDDEN IN THE FOG
über „Twilight“ erschienen. Wer bereits das Vorgängerwerk "Abstract Maelstrom Paragon" kennt, kann erahnen
was Ihn erwartet, alle anderen dürfen sich auf ein Meisterwerk der besonderen Art freuen. HITF vermischen
gekonnt aggressive Blastparts und Gekeife mit epischen Passagen, unterlegt von klarem Gesang. Bereits der
erste Track "The Ignoramus’ Elegy" wartet mit vielen Überraschungen auf, welche gekonnt über das
ganze Album verteilt sind. Jeder der insgesamt 8 Tracks ist völlig einzigartig durchkomponiert und
wartet nur darauf vom Hörer erforscht zu werden. Manchmal sind sogar jazzige oder gar kirchenmusikähnliche
Anklänge zu hören, welche der CD einen völlig eigenständigen Charakter geben. Grob könnte man sagen, dass
bei dieser Band Emperor, Opeth und Dream Theater einen flotten Dreier schieben würden.
Ebenso wie die Musik ist auch das achtseitige Booklet mit viel Liebe zum Detail gestaltet und rundet
so das Gesamtbild der CD auf eine sehr schöne und mystische Weise ab.
Generell sei jedem Hörer komplexerer und aufwendiger Musik das Album sehr ans Herz gelegt , denn mit
"Damokles" ist dieses Jahr wieder ein Meilenstein schwarzer Tonkunst entstanden.
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| Heavy-Metal.de
- Aug. 2005 | verfasst von: silentbob |
Aus dem Hause Twilight schneit uns mitten im Sommer ein wahrhaft infernalisches Brett ins Haus, HIDDEN IN THE FOG heisst die bis dato noch relativ unbekannte Kapelle, welches sich spätestens mit diesem beeindruckenden Output doch recht schnell ändern dürfte, obwohl man bereits für das Erstlingswerk und zwei Demos vorher hervorragende Kritiken bekam.
Die vier deutschen (!) Musiker mit den genreüblichen Pseudonymen Ghâsh (Vox,Git), Gorbag (Git), Draug C. (Bs) und Botis (Dr) haben es einfach
drauf, infernalischen Bombast Black Metal mit schwebenden teils mittelalterlich klassischen, aber auch angejazzten Parts zu verknüpfen
und somit dem geneigten Hörer ein ums andere Mal die Kinnlade auf Halbmast zu stellen. Der Sound der CD kommt auch ordentlich wuchtig
durch die Bassreflexboxen und passt wunderbar zur Musik. Die Tatsache, dass wir es hier mit talentierten Musikern zu tun haben, dürfte
aufgrund der vorgenannten Stilvielfalt klar sein. Auch gesangstechnisch fällt nicht nur das typische Gekeife, sondern auch der schwebende
gothic-mässige Klargesang auf, mit dem die Jungs immer wieder die Songs „auflösen“ und somit dem Ohr erschwinglicher machen.
Wer sich also mit Bands wie Opeth bereits angefreundet hat, aber auch Metalheads, die keine Angst vor Blastbeats haben,
sollten hier unbedingt mal ein Ohr bei den Magdeburgern riskieren, hier wird herrlich
geknüppelt und auch technisch fein vom Leder gezogen!!! Einen Trailer zu „Damokles“ gibt´s auch zum
Download auf der Homepage: www.hiddeninthefog.de und auf Tour sind die Jungs bald mit Vital Remains zu sehen! Anchecken lohnt sich!
Der Sound hätte hier und da etwas rauer sein dürfen (drums), aber vom begeisterten Rezensenten gibt´s satte acht von zehn Punkten.
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| Voices From The Darkside
- Aug. 2005 | verfasst von: Ramon Claassen |
New stuff from my fave German Blackies! After Twilight picked up their
"Abstract Maelstrom Paragon" EP which had been highly praised by the big
German Metalzines, they also put out this full length release. As much as
you'll have to read my other HitF reviews and buy those CDs, there is no way
around "Damokles" because there is nobody around who can compete with these
masters! The EMPEROR influences are less evident this time, though, while
the parts with clean vocals and the acoustic bits sometimes remind me of
mighty OPETH. Not really, but that's my best shot. Oh, fuck, this passage
right now on 'Miasmic Foreboding' obviously breathes OPETH's beauty. Then
there are those neck-breaking Thrash parts, the twisted Prog parts and of
course those orgasmic symphonic parts - simply awesome! Botis' drumming
strongly supports this impression - he's a master - not only when blasting!
In case you love Progressive Symphonic Black Metal, this is gonna be your
new heaven (or hell)!
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| Transcending The Mundane (USA)
- Aug. 2005 | verfasst von: Brett VanPut | 9,5 von 10 Punkten |
German progressive black metallers HIDDEN IN THE FOG was formed by vocalist and guitarist Ghash, guitarist Gorbag, bassist Draug, drummer Muth, and keyboardist Grond in 1996. They released a demo, Into the Moonlights Cold Embrace, in 1998 and an e.p. (Of Hidden Chronicles and Stellar Fires) a year later. They independently released their debut, the thirty two minute Abstract Maelstrom Paragon, in 2003. This led to a deal with Twilight Distribution for the great Damokles.
HIDDEN IN THE FOG is one of the coolest black metal bands I've ever heard. I've never heard a black metal band blend progressive metal so perfectly. You progheads out there who can't stand black metal- this is what you've been waiting for. The keyboards play a huge role in HIDDEN IN THE FOG's sound. They play black metal; there's screaming, aggressive vocals, and super fast drumming, but this band gets weird. The keyboards dominate, but on songs like "The Ignoramus Elegy" and "Miasmic Foreboding," the band gets quiet and a weird progressive minded sound takes over. Each member of this band is exceptionally skilles and draw from a variety of influences. You will even hear some Celtic Frost via Ghash's moaning vocal delivery during "By the Altar of Reflection."
HIDDEN IN THE FOG was one of the biggest surprises of the year for me. Very few bands have this type of talent or desire to create fresh black metal.
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